Scheibe in der
Fluchttür
Ganzglas-Schiebewände, die sich komplett wegschieben lassen. Für Ladenfronten, Gastronomie und Wintergarten. Planung, Montage und Wartung vom Glasermeister.
Glas in der
Fluchttür.
Notsicherung noch am selben Tag
Ist die Scheibe raus, machen wir die Öffnung zu. Wichtig dabei: Die Tür muss weiter aufgehen, auch mit der Sicherung davor.
Aufmaß und Bestandsaufnahme
Wir sehen uns Beschlag, Rahmen und Glaskante an und bestimmen daraus, welcher Aufbau ursprünglich drin war.
Geprüfte Ersatzfüllung
Die neue Scheibe passt nicht nur ins Maß, sondern zum geprüften Aufbau Ihrer Tür. Das ist eine Sonderanfertigung.
Unterlagen für die Akte
Nach dem Einbau bekommen Sie die Angaben zum Aufbau schriftlich, passend zu Ihrer Objektdokumentation.
Versicherungsschaden
Bei Glasbruch und nach einem Einbruch rechnen wir auf Wunsch direkt mit Ihrer Versicherung ab, mit Fotos vorher und nachher.
Mehrere Türen im Objekt
Bei Hausverwaltungen und Gewerbeobjekten nehmen wir gleich alle betroffenen Türen auf, damit im nächsten Schadensfall alles vorliegt.
Der Griff sitzt
hinter dem Glas.
Eine Fluchttür ist so gebaut, dass sie von innen immer aufgeht. Auch wenn sie abgeschlossen ist, auch im Dunkeln, auch wenn hundert Leute gleichzeitig dagegen drücken. Meistens sitzt dafür eine Stange quer über dem Türblatt, gegen die man einfach läuft. In kleineren Objekten ist es ein normaler Drücker oder eine Platte zum Draufdrücken.
Genau das macht sie für einen Einbrecher interessant. Bei einer gewöhnlichen Tür bringt ein Loch im Glas wenig, weil das Schloss trotzdem außer Reichweite bleibt. Hier ist es umgekehrt: Der Griff, der die Tür öffnet, sitzt direkt hinter der Scheibe. Ein Loch in der Größe eines Unterarms genügt, und die Tür steht offen.
Deshalb sitzt in so einer Tür kein normales Sicherheitsglas. Der Aufbau wird im Labor nicht mit geworfenen Gegenständen geprüft, sondern von Hand mit Werkzeug angegriffen, weil das dem echten Vorgehen entspricht. Innen steckt meist eine Schicht Kunststoff, die nicht zerspringt, sondern sich verbiegt. Das hält länger stand als jede Glasschicht gleicher Dicke, und die Türfüllung bleibt trotzdem leicht genug für den Beschlag.
Der Haken bei der Reparatur: Man sieht der Scheibe nichts an. Eine Standardscheibe aus dem Lager sitzt genauso sauber im Falz, wiegt ähnlich viel und sieht identisch aus. Nur leistet sie nicht dasselbe. Nach so einer Reparatur haben Sie eine Tür, die aussieht wie vorher und auf dem Papier nicht mehr das ist, was sie war.
Die Normen im ÜberblickExpert-Modus
DIN EN 1125 regelt Panikverschlüsse mit einer durchgehenden waagerechten Betätigungsstange. Sie sitzen dort, wo mit vielen ortsunkundigen Menschen zu rechnen ist: Versammlungsstätten, Schulen, Kliniken, Handel, Gastronomie.
DIN EN 179 regelt Notausgangsverschlüsse mit Drücker oder Stoßplatte, für Bereiche, in denen die Nutzer die Tür kennen.
EN 356 klassifiziert angriffhemmendes Glas, DIN EN 1627 das komplette Türelement, EN 1630 beschreibt das Prüfverfahren für den manuellen Einbruchversuch.
Alle Angaben auf dieser Seite sind Normbezeichnungen und Prüfwerte zur Orientierung. Maßgeblich ist im Einzelfall das Prüfzeugnis des tatsächlich verbauten Elements.
Drei Wege, eine
Fluchttür zu entwerten.
Bestellt wird nach Dicke
Die alte Scheibe war 21 Millimeter stark, also kommt eine 21 Millimeter starke Standardscheibe hinein. Sie passt millimetergenau in den Falz. Mit dem, was der ursprüngliche Aufbau leisten sollte, hat das nichts zu tun.
Bestellt wird nach der Tabelle
In der Einstufung der Tür steht eine Mindestangabe fürs Glas, also wird genau die bestellt. Diese Angabe gilt aber für den üblichen Prüfablauf, bei dem das Glas gar nicht angegriffen wird. Sobald eine Panikfunktion im Spiel ist, gilt ein anderer Ablauf, und die Zeile in der Tabelle reicht nicht mehr.
Bestellt wird nach Optik
Klar, satiniert oder drahtgleich, Hauptsache es passt wieder ins Bild. Das ist der häufigste Fall, weil er auf den ersten Blick am vernünftigsten wirkt.
Warum bei Panikfunktion anders geprüft wirdExpert-Modus
Bei einer gewöhnlichen einbruchhemmenden Tür greift der Prüfer die Konstruktion an, also Falz, Beschlag und Verriegelung. Die Glasfläche bleibt dabei meist unberührt, weil ein Loch in der Scheibe dem Angreifer nichts bringt, solange er das Schloss nicht erreicht.
Bei einer Tür mit Panikfunktion sowie in den Klassen RC 5 und RC 6 wird das Glas im Prüfverfahren nach EN 1630 direkt und von Hand angegriffen. Ziel ist eine kleine Öffnung, gerade groß genug, um hindurchzugreifen und die Panikstange zu betätigen. Unter diesen Bedingungen ist eine durchwurfhemmende Scheibe der A-Reihe nach wenigen Sekunden offen.
Die Angabe P4A in der RC-2-Zeile beschreibt also eine untere Grenze für das übliche Prüfszenario. Sie ist keine Zusage für den direkten Werkzeugangriff.
Zum Aufbau: Man könnte den Widerstand über die Dicke lösen und mehrere Scheiben mit PVB-Folien zu einem sehr starken Verbund laminieren. In einer Türfüllung scheitert das an Gewicht und Bautiefe, Flügel und Beschlag tragen das nicht. Deshalb sitzt in geprüften Panikverglasungen ein Kern aus Polycarbonat. Der Aufbau bleibt dünner und leichter als ein reiner Glasverbund gleicher Leistung und lässt sich mit Schallschutz, Sonnenschutz, Wärmedämmung oder einer Brandschutzanforderung kombinieren.
Ein Polycarbonat-Kern allein ist dabei noch kein Nachweis. Es zählt, dass genau dieser Aufbau zusammen mit genau diesem Rahmensystem geprüft wurde. Die Klassifizierung gilt immer für das komplette Element.
Wenn die Scheibe
jetzt kaputt ist.
Solange die Öffnung offen oder die Scheibe gerissen ist, tut die Tür nicht mehr, wofür sie eingebaut wurde. Gleichzeitig muss sie als Rettungsweg weiter benutzbar bleiben. Beides zusammen geht nur in zwei Schritten.
Zuerst kommt die Notsicherung. Wir machen die Öffnung dicht, sodass das Objekt wieder verschlossen ist. Entscheidend dabei ist, dass die Panikstange oder der Drücker frei bedienbar bleibt und der Weg nach draußen nicht behindert wird. Eine zugeschraubte Platte, hinter der niemand mehr herauskommt, ist keine Lösung, sondern ein neues Problem.
Danach bestimmen wir den passenden Aufbau und bestellen. Geprüfte Panikverglasungen liegen nicht am Lager, das sind Sonderanfertigungen mit Lieferzeit. In der Zwischenzeit bleibt die Tür mit der Sicherung in aller Regel nutzbar.
Was uns weiterhilft.
Ein Foto von innen und eines von außen. Daraus sehen wir Bauart, Profilsystem und Einbausituation.
Ein Foto von der Stange oder dem Drücker auf der Innenseite. Das sagt uns, welche Anforderung an der Tür hängt.
Am Rand der Scheibe steht häufig ein Stempel mit Angaben zum Aufbau. Wenn Sie da herankommen, ist das der schnellste Weg.
Prüfzeugnis oder Klassifizierungsbericht aus den Objektunterlagen. Alternativ das Typenschild am Flügel oder am Rahmen.
Glasmaß und Falztiefe, falls Sie sie zur Hand haben. Sonst messen wir vor Ort auf.
Führt sie ins Freie, ist sie von der Straße einsehbar, hängen weitere Anforderungen daran, etwa Schallschutz oder Absturzsicherung.
Die Klassen und was dahinterstecktExpert-Modus
Angriffhemmendes Glas ist in EN 356 klassifiziert. Die durchwurfhemmenden Klassen P1A bis P5A werden im Kugelfallversuch geprüft: Eine Stahlkugel mit 4,11 Kilogramm fällt dreimal im Dreieck auf die Scheibe, bei P1A aus 1,5 Metern, bei P2A aus 3 Metern, bei P3A aus 6 Metern, bei P4A aus 9 Metern. P5A nutzt dieselbe Höhe mit neun Aufschlägen.
Die durchbruchhemmenden Klassen P6B bis P8B werden maschinell mit Axt und Hammer angegriffen. Gezählt wird die Zahl der Schläge bis zur Öffnung: 31 bis 50 bei P6B, 51 bis 70 bei P7B, darüber P8B.
Die Tür als Ganzes ist nach DIN EN 1627 klassifiziert. Bewertet wird nicht das Glas allein, sondern das komplette Element aus Rahmen, Flügel, Beschlag, Schloss und Füllung. Maßstab ist die Widerstandszeit bis zu einer Durchgangsöffnung, definiert als Rechteck ab 400 mal 250 Millimeter, Ellipse ab 400 mal 300 Millimeter oder Kreis ab 350 Millimeter Durchmesser.
RC 1 N: kein manueller Einbruchversuch, keine erhöhte Anforderung ans Glas.
RC 2 N: rund 3 Minuten, keine erhöhte Anforderung ans Glas.
RC 2: rund 3 Minuten, Mindestverglasung P4A.
RC 3: rund 5 Minuten, Mindestverglasung P5A.
RC 4: rund 10 Minuten, Mindestverglasung P6B.
RC 5: rund 15 Minuten, Mindestverglasung P7B.
RC 6: rund 20 Minuten, Mindestverglasung P8B.
Diese Tabelle ist der Grund für die meisten Fehlgriffe. In der Zeile RC 2 steht P4A, also wird P4A bestellt. Bei einer Tür mit Panikfunktion ist das zu wenig, siehe nächster Block.
Ihr Meisterbetrieb
für Köln & Umgebung.
Aufmaß vor Ort
Wir messen Öffnung, Sturz und Boden selbst und prüfen, ob die Befestigung trägt. Nichts wird geschätzt.
Komplette Montage
Lieferung, Montage und Einstellung aus einer Hand. Wir übergeben die Anlage erst, wenn sie sauber läuft.
Auch Wartung
Wir bleiben nach dem Einbau Ansprechpartner. Rollen, Dichtungen und Einstellung gehören dazu.
Meisterbetrieb
Glasermeister mit Erfahrung an Schiebeanlagen. Wir übergeben erst, wenn alles sauber läuft.
Häufige Fragen.
Anfrage stellen.
Direkt per Formular oder mit Foto und Maßen über unseren Konfigurator. Wir melden uns schnell, an Werktagen meist am selben Tag.
Bitte Telefon oder E-Mail angeben, eines von beiden genügt. Wir melden uns auf dem Weg, den Sie wählen.