Es gibt einen Schaden an Ihrem Boden, den Sie nicht kommen sehen. Er macht kein Geräusch, hinterlässt keine Kratzer und ist am ersten Tag unsichtbar. Trotzdem arbeitet er jeden Sommer, an jedem sonnigen Nachmittag, an jeder Fensterfront. Die Rede ist von Sonnenlicht. Während die meisten Eigentümer ihr Parkett vor Feuchtigkeit, Schuhen und schweren Möbeln schützen, bleibt der teuerste Gegner meist unbeachtet, bis der Schaden eingetreten und nicht mehr rückgängig zu machen ist.
Direkte Sonne auf Eichenparkett. Genau dort, wo das Licht auftrifft, arbeitet die UV-Strahlung Tag für Tag, unsichtbar und ohne Pause.
Was passiert
Sonnenlicht trifft Holz auf drei Ebenen.
Parkett ist ein Naturprodukt. Genau das macht es schön und genau das macht es empfindlich. Sonnenlicht verändert Holz auf drei Ebenen gleichzeitig, und nur eine davon ist vielen überhaupt bewusst.
UV-Strahlung
Sie bricht die Farbpigmente und das Lignin im Holz auf. Das Ergebnis ist Vergrauen, Ausbleichen oder ein gelblicher Stich, je nach Holzart.
Sichtbares Licht
Vor allem der energiereiche blaue Anteil verändert die Farbe. Deshalb dunkelt Holz auch hinter einfachem Glas nach oder verblasst, obwohl die Scheibe einen Teil der UV-Strahlung bereits abhält.
Wärmestrahlung
Die Infrarotstrahlung trocknet das Holz aus. Die Folge sind Spannungen, Fugenbildung und im ungünstigsten Fall Risse, besonders an Stellen mit direkter, dauerhafter Sonne.
Besonders deutlich reagieren helle Eiche, Kirschbaum, Nussbaum und exotische Hölzer. Manche dunkeln nach, andere bleichen aus. Vorhersehbar ist nur, dass sich etwas verändert.
Das Tückische
Der Schaden kommt langsam und bleibt.
Sonnenschäden werden so oft unterschätzt, weil sie langsam sind. Sie sehen die Veränderung nicht von Montag auf Dienstag. Sie sehen sie, wenn Sie nach Jahren einen Teppich oder ein Möbelstück verrücken und plötzlich ein helleres oder dunkleres Rechteck im Boden steht, exakt in der Form des Gegenstands. In diesem Moment wird sichtbar, was die Sonne mit dem Rest des Raums längst gemacht hat.
Dieser Schaden ist im üblichen Sinn nicht reparabel. Ein vergrauter oder ungleichmäßig ausgebleichter Boden lässt sich nicht zurückdrehen. Er lässt sich abschleifen und neu versiegeln, was Kosten verursacht und die Nutzschicht des Parketts verbraucht, oder er muss ersetzt werden. Beides kostet ein Vielfaches dessen, was vorbeugender Schutz gekostet hätte.
Vorbild
Was Museen seit Jahrzehnten anders machen.
Es gibt einen Bereich, in dem der Umgang mit lichtempfindlichen Oberflächen bis ins Detail durchdacht ist: die Bewahrung wertvoller Objekte. Museen, Archive und Restauratoren schützen Gemälde, Möbel und Textilien seit Langem mit UV-filterndem Glas und kontrollierten Lichtverhältnissen. Nicht weil es schön aussieht, sondern weil sie verstanden haben, dass Licht ein langsamer und unumkehrbarer Faktor ist. Was im Museum selbstverständlich ist, kommt in Wohn- und Geschäftsräumen erst nach und nach an. Der Gedanke ist derselbe: Wer eine wertvolle Oberfläche erhalten will, steuert das Licht, das auf sie fällt. Ein hochwertiges Parkett ist nichts anderes als eine wertvolle Oberfläche, die jeden Tag dem Licht ausgesetzt ist.
Ehrlich gesagt
Was VSG leistet, und was nicht.
Verbundsicherheitsglas besteht aus zwei Glasscheiben, die durch eine reißfeste Kunststofffolie (PVB) verbunden sind. Diese Folie filtert UV-Strahlung nahezu vollständig, in der Regel zu über 99 Prozent. Damit verschwindet der aggressivste Teil des Sonnenlichts, der Hauptverursacher des Ausbleichens, fast komplett. Das ist ein echter, messbarer Schutz. Aber es ist nicht der gesamte Schutz, und wer Ihnen etwas anderes erzählt, vereinfacht zu stark.
Was VSG abhält
UV-Strahlung, in der Regel zu über 99 Prozent. Das ist der Hauptverursacher des Ausbleichens, und genau er verschwindet fast vollständig.
Was VSG nicht abhält
Sichtbares Licht und Wärmestrahlung lässt VSG weitgehend durch. Die Farbveränderung durch Licht und die Austrocknung durch Wärme bleiben damit bestehen.
VSG ist also ein sehr wirksamer erster Baustein, kein Rundumschutz. Genau diese Unterscheidung trennt seriöse Beratung vom reinen Verkaufsgespräch.
Vollständiger Schutz
Schutz denkt in Schichten.
Wer Parkett, und ebenso Möbel, Textilien oder Kunst, wirklich schützen will, denkt in Schichten. Drei Bausteine greifen ineinander.
Verbundsicherheitsglas
Der UV-Schutz nimmt den aggressivsten Teil der Strahlung heraus und bildet die Grundlage.
Sonnenschutzglas
Es reduziert den Energie- und Wärmeeintrag in den Raum und dämpft das Aufheizen und die Austrocknung. Tageslicht kommt herein, ein großer Teil der Sonnenenergie bleibt draußen.
Verschattung
Wo sinnvoll, ergänzen außenliegende Lamellen, Markisen oder innenliegende Lösungen die Verglasung dort, wo die Sonne besonders direkt und lange steht.
Nicht jeder Raum braucht alle drei Bausteine. Eine Nordseite stellt andere Anforderungen als eine bodentiefe Fensterfront nach Süden. Deshalb lautet die ehrliche Antwort auf die Frage, welches Glas Ihr Parkett schützt, immer: Das hängt von Ihrer Ausrichtung, Ihrer Fensterfläche und Ihrem Boden ab. Eine pauschale Empfehlung wäre unseriös.
Werterhalt
Werterhalt ist kein Luxus.
Für private Eigentümer ist ein ausgeblichener Boden ein Ärgernis. Für Hausverwaltungen und Vermieter ist er etwas anderes: ein Wertverlust an einer Immobilie, für die man Verantwortung trägt. Ein hochwertig ausgestattetes Objekt verliert an Substanz und an Vermietbarkeit, wenn Böden ungleichmäßig ausbleichen oder Fugen aufreißen. Wer beim Glas an der falschen Stelle spart, zahlt später bei der Renovierung. Schutzverglasung ist aus dieser Sicht keine Ausgabe, sondern eine Investition in den Erhalt der Substanz. Sie wirkt jeden Tag, ohne Wartung, ohne dass jemand daran denken muss.
Unser Vorgehen
Beratung nach Ihrer Situation.
Als Meisterbetrieb für Köln beraten wir nicht nach Katalog, sondern nach Ihrer Situation. Wir sehen uns Ausrichtung, Fensterfläche und Boden an und sagen Ihnen ehrlich, welche Kombination aus Verbund- und Sonnenschutzglas in Ihrem Fall sinnvoll ist, und an welcher Stelle Sie sich Aufwand sparen können. Kein Standardpaket, das jedem verkauft wird. Keine Versprechen, die Glas physikalisch nicht halten kann. Sondern eine Lösung, die zu Ihrem Objekt passt, fachgerecht ausgeführt und zu festen Preisen.
Häufige Fragen
Kurz und ehrlich beantwortet.
Die PVB-Folie im Verbundglas filtert UV-Strahlung in der Regel zu über 99 Prozent. Den für das Ausbleichen entscheidenden Anteil nimmt sie damit nahezu komplett heraus. Ein Glas, das jede einzelne Wellenlänge zu 100 Prozent sperrt, gibt es nicht, für den Schutzeffekt ist das aber nicht entscheidend.
Es ist ein sehr wirksamer erster Schritt, weil es den aggressivsten Teil der Strahlung abhält. Sichtbares Licht und Wärme lässt es jedoch durch. Für vollständigen Schutz wird VSG mit Sonnenschutzglas und bei Bedarf mit Verschattung kombiniert.
Nur eingeschränkt. Ein ausgeblichener oder vergrauter Boden lässt sich abschleifen und neu versiegeln, was die Nutzschicht verbraucht, oder er muss ersetzt werden. Beides ist deutlich teurer als vorbeugender Schutz.
Helle Eiche, Kirschbaum, Nussbaum und viele exotische Hölzer reagieren deutlich auf Licht. Manche dunkeln nach, andere bleichen aus. Eine Veränderung ist bei nahezu allen Naturhölzern zu erwarten.
Ja. Schutzverglasung erhält die Substanz und damit den Wert und die Vermietbarkeit eines Objekts. Sie wirkt dauerhaft und wartungsfrei und ist in der Regel günstiger als die spätere Renovierung ausgebleichter Böden.
Anfrage
Welcher Schutz passt zu Ihren Räumen?
Schicken Sie uns ein Foto Ihrer Fensterfront und Ihres Bodens. Wir sagen Ihnen konkret, welche Verglasung in Ihrem Fall sinnvoll ist, statt Ihnen ein Standardprodukt zu verkaufen. Wir melden uns innerhalb von 24 h.
Wenn Sie den Konfigurator nutzen, können Sie ein Foto Ihres Glas- oder Duschbereichs hochladen und Maße einzeichnen. Dieses Foto wird ausschließlich zur Angebotserstellung an uns übermittelt.
Das Foto wird nicht dauerhaft gespeichert und nicht an Dritte weitergegeben. Es dient allein der Bearbeitung Ihrer Anfrage.